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Neuer Bürgermeister gibt Einblick: Neue Initiative fürs Strandbad – Viel Wirbel um Kita und Schulen

Bürgermeister
Oliver Borchert

Baggern und bauen!

Stand: Mai 2020

Ein Schwimmbagger sorgte für Aufsehen im Ortsteil Wandlitz. Nachdem er bereits einige Tage erfolgreich im Einsatz war, um die Arbeit des Kampfmittelbeseitigungsdiensts der Polizei bei der Munitionssuche im Wandlitzsee zu unterstützen, sorgte eine spektakuläre Havarie für landesweite Schlagzeilen.

Das Gerät war bei der Arbeit in die kalten Fluten gekippt. Mit der professionellen Unterstützung der Ortswehren, insbesondere von Wandlitz und Zerpenschleuse, konnte es wieder geborgen werden.
Wenige Tage später wurde mit einem Ersatzbagger die Arbeit fortgesetzt. „Um das Strandbad in diesem Sommer wieder öffnen zu können, muss hier zunächst die Munitionsberäumung abgeschlossen sein“, erklärt Oliver Borchert als neuer Bürger­meister.
Diese ist im Gange, seit im Spätsommer 2018 ein Freizeittaucher im Uferbereich vor der Wand­litzer Jugendherberge Munitionsreste gefunden hatte. Im Strandbad Wandlitzsee suchen Spezialtaucher im Auftrag bereits seit April 2019 nach Munitions-Relikten des 2. Weltkriegs. Bisher wurde jede Menge gefunden. Dabei ging es aber nicht, wie sonst vielfach in Brandenburg, um Fliegerbomben, sondern um Gewehrpatronen, Waffenteile und sogar um Hand- oder Gewehrgranaten. „Es gab bereits neun Sprengungen vor Ort, weil die gefundene Munition nicht abtransportiert werden konnte. Möglicherweise stammt ein Teil der im Wandlitzsee versenkten Munition sogar von der einheimischen Bevölkerung, da kurz vor dem Kriegsende beim Anrücken der Roten Armee vieles auf dem schnellsten Wege entsorgt wurde“, vermutet der neue Bürgermeister.

Neues im Blick
Oliver Borchert hat als gelernter Architekt jetzt viele Gelegenheiten, sein spezielles Wissen ums Planen und Bauen einzubringen, da an allen Ecken und Enden der Gemeinde Neues entstehen muss, zum Beispiel der notwendige Ausbau von Kita-, Hort- und Schulplätzen. Allein in Wandlitz sollen zwei neue Kitas entstehen: „Als Standorte sind ein Grundstück am Güterbahnhof und eines am Barnim Panorama vorgesehen. Bei letzterem wird die Architektur eine wichtige Rolle spielen. Deshalb denken wir hier über einen Architekten-Wettbewerb nach“, erläutert der Bürgermeister. Die Wandlitzer Grundschule muss ebenfalls erweitert werden, der Hort wird mitwachsen müssen und die Sportflächen ebenfalls.

Eigene Wohnungsbaugesellschaft?
Im April wurde in Basdorf auf dem ehemaligen Polizeischulareal der erste umgebaute Kasernenblock in den „Basdorfer Gärten“ bezugsfertig. Damit gibt es zu den bisher schon rund 500 kommunalen Wohnungen nun zusätzliche 52 Wohnungen. Ebenso viele sollen es werden, wenn ein Jahr später das nächste Kasernengebäude umgewandelt ist. „Aufgrund unseres wachsenden Wohnungsbestands überlegen wir jetzt, eine eigene Wohnungsbaugesellschaft ins Leben zu rufen“, verweist der Bürgermeister auf neue Ideen.

Schule statt Bolzplatz
Schönwalde ist als neuer Grundschulstandort im Gespräch. „Wir haben allein in diesem Ortsteil 200 Kita-Kinder, dazu kommen noch die Kleinen aus Schönerlinde. Wenn alles wie geplant läuft, gehe ich davon aus, dass wir hier in spätestens fünf Jahren zweizügig beginnen werden. Standort könnte eine Fläche an der Straße Richtung Gorinsee in der Nähe des Bolz­platzes sein“, blickt der Bürgermeister in die nähere Zukunft. Dabei sollen neben den eigentlichen Klassenräumen zusätzlich Hort, Mensa, Turnhalle und ein Zweifeldsportplatz entstehen. Zudem wird seit Anfang des Jahres mit der Kita „Hummelwiese“ in der Schönwalder Hauptstraße eine neue kommunale Einrichtung betrieben, da die vorher private Kita geschlossen werden musste.
In Klosterfelde hingegen ist die Situation eher entspannt. „Hier können wir im September die neu gebaute Mensa gegenüber der Schule eröffnen. Danach wird die bisherige Aula umgebaut, so dass schon einmal zwei zusätzliche Klassenräume entstehen“, ist der neue Bürgermeister froh.

Bald Bürgergarten?
Als er noch Ortsvorsteher war, hatte Oliver Borchert gemeinsam mit einer speziell ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe von einem öffentlichen Park auf dem Grundstück Kirchstraße 11 in Wandlitz-Dorf geträumt, der „Bürgergarten“ genannt wurde. „Es ist das einzige nicht-private Areal mit Seezugang“, ist die Begründung. Dieser Vision ist man jetzt einen Schritt näher gekommen. „Es gibt entsprechende vertragliche Regelungen mit der ‚Hoffnungstaler Stiftung Lobetal‘, die auf dem Areal ein Hospiz errichten will. Der angedachte Bürgergarten und eventuell ein Café sind Bestandteil des Konzeptes“, freut sich Borchert für die Bürger.

Futuristisch unterwegs?
Die Wandlitzer sind bekanntlich ein rühriges Völkchen. Deshalb spielt Mobilität eine große Rolle. „Wir sind gerade dabei, unser bestehendes Radwegekonzept zu überarbeiten“, gibt der neue Bürgermeister Einblick.
Noch in diesem Jahr wird die Zweiradtrasse nach Wensickendorf freigegeben, ein Jahr später dann der Radweg zwischen Klosterfelde und Zerpenschleuse. Allerdings lässt sich nicht alles per umweltfreundlichem Zweirad erledigen. Deshalb muss bei der Heidekrautbahn etliches angefasst werden, wie zum Beispiel die Verlängerung des 30-Minuten-Taktes bis nach Klosterfelde. „Da die Planungsdauer bei Bahnvor­haben immer sehr lang ist, wird es wahrscheinlich erst in etwa zehn Jahren die entsprechende Verdichtung auf der Schiene geben. Bis es soweit ist, wollen wir als Gemeinde das ‚Taktungsloch‘ mit einer Buslinie schließen. So hat man alle halbe Stunde eine Verbindung“, macht Oliver Borchert Hoffnung.
Etwas schneller wird es da wohl mit der Reaktivierung der Heidekrautbahn-Stammstrecke zwischen Schönwalde und Berlin-Wilhelmsruh gehen. Ende 2023 soll der erste Zug wieder auf der historischen Strecke fahren. Vielleicht sogar mit modernster Wasserstofftechnik?
Bürgermeister Oliver Borchert konnte sich bereits bei einer Probefahrt in Bremervörde in Niedersachen von dieser Technologie überzeugen.

Sicherheit im Blick
Aber egal, wie man unterwegs ist, im Zweifelsfall hat Sicherheit die höchste Priorität. Deshalb gilt der Weiterentwicklung der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde immer großes Augenmerk.
Aktuelle Projekte sind ein neues Tanklöschfahrzeug, zusätzliche mobile Strom­ersatzanlagen für den Fall der Fälle, mobile Löschwasser­becken sowie die Sanierung und Vergrößerung der Feuerwehrgebäude in Stolzen­hagen und Schönerlinde.

Wichtige Termine
Die Wandlitzer sind dafür bekannt, gerne und niveauvoll zu feiern.
Einen schönen Anlass dazu könnte die Einweihung des neuen Gemeindezentrums in Schönwalde am Sonntag, 6. September 2020, bieten.
Oliver Borchert plant, dort den traditionellen Bürgerempfang durchzuführen, sofern es die Corona-Situation zulässt. Einen knappen Monat später ist am Samstag, den 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, jede Menge vorgesehen. Hier geht es um „30 Jahre Deutsche Einheit – 30 Jahre Brandenburg – 30 Jahre Städtepartnerschaften“. Tagsüber soll im und um das Barnim Panorama ein buntes Fest stattfinden, abends ist im „Goldenen Löwen“ eine große Wiedervereinigungs-Party mit Musik und Songs aus Ost und West angesagt. „Für die Abendveranstaltung sollte man sich rechtzeitig Eintrittskarten reservieren“, rät der Bürgermeister. Am Tag zuvor findet in der Kulturbühne bereits eine offizielle Feier mit Gästen aus den fünf Partnerkommunen statt.

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