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Feuerwehrkunde als neues Schulfach: Schüler an die Spritze

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Feuerwehr-Lehrer
Marcus Funk
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Löschen nach Noten!

Stand: Mai 2020

Löschen nach Noten, damit macht Wandlitz Furore. Hier ist nämlich „Feuerwehr“ Unterrichtsstoff, der sogar benotet wird.

Ganz neu hat die Oberschule in Klosterfelde unter Leitung von Birgit Steinbach Feuerwehrwesen als Wahlpflichtfach eingerichtet. „Wir haben jede Woche zwei Schulstunden, in denen wir zwischen Theorie und Praxis wechseln“, strahlt Feuerwehr-Lehrer Marcus Funk. „Das Angebot gilt für Schüler in der neunten und zehnten Klasse. Ich werde von meinem Feuerwehrkollegen Alexander Engel unterstützt. Von der Schule ist Alexander König als ‚regulärer‘ Lehrer mit dabei, der in seiner Freizeit ebenfalls in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist“, beschreibt Funk.

Sprühende Idee
Mit dieser sprühenden Initiative schreibt Klosterfelde Feuerwehr-Geschichte, zumindest in Brandenburg. Es ist erst die zweite Schule, die Lebensrettung zum Unterrichtsfach macht. Neu ist Nauen dazugekommen.
„Die Idee stammt von Frank Bretsch, dem Direktor der Oberschule in Angermünde. Er hat dafür einen Lehrplan geschrieben, der vom Ministerium genehmigt wurde. Landrat Daniel Kurth wollte, dass im Barnim ebenfalls Schulen mitmachen. Unsere Gemeindewehrführerin Anke Müller war sofort begeistert“, beschreibt Marcus Funk die Vorgeschichte.

Löschen in Familie
Der Funken der neuen Idee war sofort auf Marcus Funk übergesprungen.
Der 32-jährige frischgebackene Vater einer einjährigen Tochter war gerne bereit, der erste Feuerwehrlehrer von Wandlitz zu werden. Der Schönwalder hatte vor einem Jahr seinen langjährigen Beruf als Kälte- und Klimatechniker an den Nagel gehängt, um in Basdorf als neuer Gerätewart der Feuerwehr zu wirken.
„Das bedeutet weniger Geld, aber mehr Berechenbarkeit des Alltags und damit eher Zeit für die Familie“, nennt er seine persönlichen Gründe. Dabei dürfte aber die Leidenschaft am Einsatz für die Mitmenschen ebenfalls einen großen Anteil gehabt haben. So ist er seit seinem neunten Lebensjahr und damit bereits seit 23 Jahren bei der Feuerwehr in seiner Heimatgemeinde aktiv.
In Schönwalde ist er stellvertretender Wehrführer, womit er zumindest „dienstlich“ das Sagen in der Familie hätte.
Schließlich ist seine Ehefrau Michaela Funk seit nunmehr vier Jahren dort ebenfalls mit „an der Spritze“. Die Befähigung zum Unterrichten sieht er neben der Praxis in seiner langen Tätigkeit als Jugendwart begründet.
„Nach dem Schuljahr sind die Jugendlichen komplett ausgebildet und können an Einsätzen teilnehmen. Wir haben momentan 13 Jungs und drei Mädchen in meiner Feuerwehr-Klasse. Dieses Fach hatte sich gleich als sehr beliebt erwiesen, denn die vielen praktischen Übungen stellen natürlich eine Abwechslung im Schulalltag dar“, gibt Marcus Funk weiteren Einblick.
Erhoffte „Früchte“ des Engagements zeigen sich bereits: „Mit Luca Meinhold hat die Basdorfer Feuerwehr bereits ein neues 21. Mitglied. „Dieser kommt aus unserer Feuerwehr-Klasse“, freut sich Marcus Funk über dessen Aufnahmeantrag. „Momentan sind alle neun Wehren der Gemeinde einsatzfähig, aber Unterstützung ist immer willkommen!“

Erstellt: 2020