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Vierbeiner als „Zugpferde“: Schäferhund entpuppte sich als Husky

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Husky-Rennen
Tatjana Boschen
Telefon:01 57/54 79 21 17
Website:www.vanluettjen.de

Tierische Rennkarriere

Stand: Mai 2021

Berlin zieht an, insbesondere Jüngere. Somit war es für eine angehende Fotografin aus Bremen klar, dass sie unbedingt das Metropolen-Flair genießen wollte.

Allerdings, lange sollte dies nicht gutgehen. „Ninja“ machte Tatjana Boschen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung! „Ich wollte schon immer einen Hund haben, durfte das als Kind aber nicht. Mein Traum wäre ein Schäferhund gewesen. In Berlin angekommen, wohnte ich in Spandau. Ein Nachbar bat mich öfters, seine „Ninja“ auszuführen. Das machte ich gerne, schließlich sah die ja fast wie ein Schäferhund aus“, schmunzelt die 30-Jährige in Erinnerung an die damalige Naivität. Schließlich kam „Ninja“ ganz zu ihr und erwies sich bei näherem Hinsehen als Malamute-Husky-Mix. „Als ich in einer ARD-Dokumentation sah, dass diese Rasse als Schlittenhunde eingesetzt wird, ließ mich das nicht mehr los!“

Natur statt Party
Aus war es mit dem Traum von Party, Tanzen und Clubs. „Durchs Hundeausführen traf ich öfter den Förster, der für das Gebiet dort zuständig ist. Wir kamen ins Gespräch. Schließlich bot er mir sein Elternhaus in Wandlitz zur Miete an. Hier ist viel Platz für Hunde.“
Das war vor vier Jahren. Mittlerweile tummeln sich auf dem großzügigen Grundstück sieben reinrassige Siberien Huskys. Die älteren wohnen mit im Wohnhaus. Die anderen haben großzügige liebevoll angelegte Gehege. Jeder hat seine eigene Hundehütte. Damit es nicht langweilig wird, gibt es viel Spielzeug. „Ich habe sogar Tunnel gegraben, damit sie Abwechslung haben“, schildert Tatjana Boschen.
„Die Hunde bellen kaum, so dass es mittlerweile keinen Ärger mehr mit den Nachbarn gibt. Allerdings war anfangs schon etwas Skepsis vorhanden.“ Einmal gab es bereits Nachwuchs. „Ich hatte fünf süße Welpen, davon konnte ich aber nur einen behalten“, erzählt Tatjana Boschen.

Sieg mit Liebe
Ihre „Rennkarriere“ begann mit einer Hundekutsche. Sie reiste später nach Lappland, um Huskys als Schlittenhunde zu erleben. Mittlerweile ist sie mit ihren Tieren international unterwegs. Sie wurde 2018 Österreichische Meisterin auf dem Hundeschlitten. Das war für sie ein besonders einschneidender Sieg, weil sie ganz am Rande einen „überaus netten Kollegen“ kennen und lieben gelernt hat. Er zog sogar zu ihr nach Wandlitz.
„Allerdings ging es dann doch wieder auseinander.“ Also lieber Hund und Liebe trennen? „Mein jetziger Partner Paul Fester hat eher Freude an Gitarre und Angeln.“

Allein in der Wildnis?
Der große Traum sind nun Langstreckenrennen über 300 Kilometer, wie sie beispielsweise in Tschechien oder Schweden veranstaltet werden.
„Dabei muss man die Hunde massieren, füttern, versorgen. Man schläft nur drei bis vier Stunden. Das ist anstrengend, aber sehr abenteuerlich“, schwärmt sie.
Auf jeden Fall sind da fesselnde Fotomotive garantiert, schließlich hat sich Tatjana Boschen mit ihrer Kamera ganz auf tierisch gute Tierbilder konzentriert. Gerade ist sie dabei, Wandlitz ebenfalls in den Genuss ihres ungewöhnlichen Naturerlebnisses kommen zu lassen.
Allerdings sind die Strecken dann erheblich kürzer, schließlich wollen sicher die wenigsten im Wald mit Hunden übernachten!

Erstellt: 2021